Marathon vs. Marcel 1:0

Nach unzähligen Trainingskilometern und einer sehr erfreulich verlaufenen Vorbereitungsphase stand mit dem Berlin Marathon am vergangenen Sonntag der grosse Tag endlich vor der Tür. Die Atmosphäre am Start war grandios und im Vorfeld hatte ich allen Grund zur Zuversicht: Ich überstand das harte Training ohne Verletzung, konnte zwei gute Vorbereitungsrennen bestreiten und glaubte, im Besitz der physischen und psychischen Fähigkeiten zu sein, die 42.195 Kilometer erfolgreich durchzustehen. Mein Plan bestand darin, den Halbmarathon etwa vier Minuten über meiner Bestleistung anzulaufen. Das konnte ich perfekt umsetzen, bis 25 Kilometer fühlte ich mich hervorragend und war optimistisch, die perfekten Bedingungen zu nutzen. Doch schon bald danach fühlte sich mein Körper müde und abgekämpft an; eine Leere machte sich breit. Die Kraft, die Geschwindigkeit zu halten – oder geschweige denn schneller zu werden – war spätestens bei 30 Kilometern verflogen. Die letzte halbe Stunde wurde ganz lang und ich kämpfte mich schlussendlich in enttäuschenden 2h25 ins Ziel. Ein jedes Rennen bietet eine Fülle an Eindrücken, positiver wie negativer Art. Es fällt mir im Moment schwierig, die Gründe für das Scheitern auf der zweiten Streckenhälfte zu erkennen. Eine sorgfältige Analyse wird in den nächsten Tagen und Wochen erfolgen. Bis dann gilt: Ich bin froh, endlich einen Marathon fertig gelaufen zu haben und glaube, noch viel Luft nach oben zu haben. Ich bleibe sicher dran! Last but not least möchte ich mich ganz herzlich bei meinem Umfeld für die Unterstützung in den letzten Wochen und Monaten bedanken. Eine grosse Gratulation geht zudem an die sensationellen Leistungen in Berlin, allen voran an Maja Neuenschwander zum neuen Schweizer Rekord, an Christian Kreienbühl zur Olympia-Limite und an Adrian Lehmann zur neuen Bestleistung.

Ein Kommentar zu “Marathon vs. Marcel 1:0

  1. Hey Marcel! Gratuliere dir zum ersten Marathonerfolg! Das ist erst der Anfang. Weiterhin viel Energie und ein gutes Wintertraining. Gruss, Tinu

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