Bestleistung über 21.1km

Beim Roma-Ostia Halbmarathon in der italienischen Hauptstadt gelang es mir, eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen. Damit unterbot ich die Limite für die Universiade, die anfangs Juli in Russland ausgetragen wird. Nach diversen administrativen Umtrieben war es alles andere als einfach, mich zielgerecht auf das Rennen vorzubereiten. Dessen ungeachtet blieb ich ruhig und fokussierte mich so gut wie möglich auf meinen ersten Halbmarathon des Jahres. Mit 1.06:54 lief ich hinter Viktor Röthlin die zweitschnellste Schweizer Zeit dieses Jahres, was mich zuversichtlich hinsichtlich der nächsten Rennen stimmt. Roma-Ostia war der erste wichtige Wettkampf der Saison 2013; weitere werden folgen.

CISM Cross Lausanne

Beim CISM Cross-Vergleichswettkampf in Lausanne gelang mir mit dem neunten Rang in der Gesamtwertung eine ansprechende Leistung. Leider baute ich in der letzten der acht Runden zu je einem Kilometer etwas ab, dies wahrscheinlich aufgrund der Müdigkeit nach vier harten Trainingslagerwochen und dem grossen Temperaturunterschied zu Kenia. Erfreulicherweise konnten wir die militärische Team-Wertung vor Schweiz zwei, Belgien und Luxemburg gewinnen.

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Impressionen aus Kenia

Mit „How are you Mzungu?” grüssen etliche Kinder uns weisse Läufer vom Strassenrand wenn wir unsere Kilometer im kenianischen Hochland abspulen. Dabei kann es auch mal vorkommen, dass man im Vorbeilaufen nach Schuhen, T-Shirts, Geld oder sogar Uhren gefragt wird; für viele Kenianer und Kenianerinnen scheint der weisse Mann noch immer mit Stereotypen wie reich oder wohlhabend verbunden.

Knapp vier Wochen trainierte und lebte ich mit meiner Trainingsgruppe im kleinen Städtchen Iten auf etwa 2‘400 Meter über Meer. Die Höhenlage, angenehme Temperaturen, schönes Wetter und zahlreiche Trainingspartner machen Iten zu einem vorzüglichen Trainingsort. Bei Ankunft und Abschied werben zwei grosse Banner mit der Aufschrift „Home of Champions“, was auf die vielen vorwiegend kenianischen Weltklasseläufer anspielt, die in diesem kleinen Ort trainieren. Unten einige Impressionen aus Kenia.

Iten 2013

Cross Europameisterschaften

An den diesjährigen Cross Europameisterschaften in Budapest erwartete die Wettkämpfer und Wettkämpferinnen ein schneebedeckter und sehr selektiver Parcours. Mir gelang es nur schwer ins Rennen zu finden und so musste ich schlussendlich mit dem enttäuschenden 71. Platz vorliebnehmen.

by Gérald Rumo

Beim IAAF-Permit Cross in Soria gelang mir ein gutes Rennen in einem äusserst starken Feld. Mit Emanuel Bett stand niemand Geringeres als der schnellste 10’000m Läufer dieses Jahres am Start, zudem waren verschiedene Afrikaner (unter anderem auch der sechst schnellste 5‘000m Läufer dieses Jahres) und Spanier gemeldet, die über weltklasse Leistungsausweise verfügen. Ich konnte lange mit der Spitzengruppe mitlaufen und klassierte mich am Ende auf dem 20. Platz.

Ein Videobeitrag des spanischen Senders Radiotelevisión Española findet sich hier.

 

Aufbau und Wiedereinstieg

Die ersten Trainingsreize sind gesetzt und auch der Wiedereinstieg ins Wettkampfgeschehen ist geglückt: Am Glarner Stadtlauf konnte ich eine erste Standortbestimmung in diesem Herbst vornehmen. Hinter dem Portugiesen Bruno Albuqerque belegte ich den zweiten Platz. Letztes Wochenende dann wurde ich das erste Mal in der neuen Saison richtig gefordert. Am Lotto Cross Cup im belgischen Mol galt es 9.2km über Sand, Waldboden, künstliche Hindernisse und sumpfigen Untergrund so schnell als möglich zurückzulegen. Das Feld war erstklassig; die besten Läufer aus Belgien und dem angrenzenden Ausland lieferten sich ein Stelldichein im ersten wichtigen Crosslauf der Saison. „Geladen“ war das Feld zusätzlich mit einigen Afrikanern, die sich in Europa beweisen wollen. Wie erwartet wurde sehr schnell gestartet, dann teilte sich das Feld auf dem etwa 1.5km langen Rundkurs. Es war extrem schwierig einen Rhythmus zu finden, die etlichen Kurven und schwierigen Verhältnisse erschwerten ein regelmässiges Laufen. Am Schluss resultierte für mich der 18. Rang, was gemessen am jetzigen Trainingsaufbau als gute Leistung einzustufen ist.

Die Monate August und September bieten Bahnläufern in Europa die letzten Chancen, die jeweiligen Bestleistungen ein letztes Mal anzugreifen, schnelle Rennen zu bestreiten und gute Ränge herauszulaufen. Anschliessend steht bei den meisten Athleten eine Laufpause an, wo nur in sehr geringem Umfang oder gar nicht trainiert wird, um  Körper und Geist die Gelegenheit zu geben, sich vom monatelangem Training zu erholen.

Auch unsere Trainingsgruppe wollte nach den harten und erfreulich verlaufenden Trainingswochen in St. Moritz nochmals alles daran setzen, die erhofften Fortschritte unter Beweis zu stellen.  Mein Wettkampfblock begann mit einem 1’500m Rennen in Regensdorf, wo ich mit 3.56 eine neue Bestleistung erzielen konnte. Vier Tage später lief ich die 3’000m in Löwen und konnte auch dort meinen Hausrekord unterbieten. Ähnliches wollte ich dann auf den 5’000m wiederholen, doch leider waren die äusseren Bedingungen weder in Merksem noch in Brugnera ideal. Es wäre leicht, dem in beiden Wettkämpfen stark wehenden Wind die Schuld daran zu geben, dass ich in den besagten Rennen nicht mehr an meine Bestleistung heran kam. Als Athlet trage ich die volle Verantwortung über meine Leistung und deren Zustandekommen, trotzdem ist es sehr schade und äusserst frustrierend, wenn die wenig vorhanden Chancen buchstäblich vom Winde verweht werden.

Nichts desto trotz konnte ich diese Saison grosse Fortschritte erzielen. So gelang es mir neue Bestleistungen auf allen Distanzen (1’500m-10’000m) aufzustellen und auch trainingstechnisch stehe ich weitaus kompletter da, als noch vor einem Jahr. In diesem Sinne freue ich mich jetzt auf eine zweiwöchige Pause, um dann schon bald wieder mit grösster Motivation den Neuaufbau zu starten.

In einem starken Feld erreichte ich an den Schweizermeisterschaften in Bern den vierten Rang. Nach einer langsamen und eher taktischen ersten Rennhälfte ging die Post nach etwa zweieinhalb Kilometern ab. Ich vermochte verhältnismässig lange im Rennen um die Medaillen zu verbleiben, musste mich auf dem letzten Kilometer dann aber doch mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben. Nun befinde ich mich in der Höhe von St. Moritz, um die zweite Saisonhälfte vorzubereiten.

 

 

Hinter Christoph Ryffel, Christian Kreienbühl und Adrian Lehmann erreichte ich in Uster an der 10’000m Schweizermeisterschaft den vierten Platz. Damit konnte ich die hochgesteckten Ziele leider nicht erfüllen.

Nach Rennhälfte musste ich einsehen, dass es schwierig werden würde, die erhoffte Steigerung meiner persönlichen Bestleistung zu realisieren. In der Folge haderte ich mit mir und kam auf den zweiten fünf Kilometern nicht mehr auf Touren. Meine Gratulationen gehen an die Läufer, die sich vor mir platzierten und an ihre neuen persönlichen Bestleistungen.

Im Rahmen der Schweizer Vereinsmeisterschaft (SVM) lief ich am vergangenen Samstag in Bern über 3’000m. Es gelang mir, ein angriffiges Rennen zu bestreiten, das ich auf dem dritten Rang hinter dem Eritreer Solomon Tesfamariam und dem Briten Neil Burton beendete. Es war dies ein guter Test auf der Unterdistanz und ich erhielt viele wichtige Anhaltspunkte für die nächsten Wochen. Mit der LG Bern gelang es uns erfreulicherweise den Vizemeistertitel zu gewinnen.

Zusammen mit Kadi Nesero in der Spitzengruppe