Am vergangenen Mittwoch lief ich beim Scholarbook Mini Internationalen in Koblenz meine ersten 5000m in dieser Saison. Das Wetter war ziemlich warm und schwül, trotzdem versprach das Feld über 5000m schnelle Zeiten dank starkem Teilnehmerfeld und Tempomachern aus Afrika. Ich reihte mich von Beginn an in der zweiten Gruppe ein und kam in 14.20 ins Ziel. Damit bin ich zufrieden, war es doch bereits die zweite persönliche Bestleistung im zweiten Rennen der Saison. Trotzdem möchte ich in den nun folgenden Wettkämpfen noch einen weiteren Schritt nach Vorne machen!

Nach knapp vier Wochen in der Höhe von Colorado eröffnete ich am vergangenen Sonntagabend im kalifornischen Palo Alto die Bahnsaison. In einem hochkarätigen Feld gelang es mir, meine letztjährige Bestleistung über 10’000m deutlich zu unterbieten. Obwohl ich grosse Teile des Rennens fast alleine lief, bin ich mit der Zeit von 29.56 sehr zufrieden.

10km SM Lyss

Nach vier weiteren Trainingswochen stand am vergangenen Wochenende die 10km Strassenlauf Schweizermeisterschaft in Lyss auf meinem Programm. Die Strecke wies fast keine Steigung auf und versprach schnelle Zeiten. Auch das Wetter war im Berner Seeland spitze und einem erfolgreichen Wettkampf schien somit nichts im Wege zu stehen.
Nach etwa 2km setzte sich die Spitzengruppe von mir ab und in der Folge bekundete ich Mühe eine hohe Pace alleine zu laufen. Schlussendlich lief ich in 31.07 im Ziel ein, als overall zehnter und fünft schnellster Schweizer. Alles in allem stufe ich meine Leistung als solid ein; trotzdem bleibt noch viel zu tun in den nächsten Wochen.

„Les arbres aux racines profondes sont ceux qui montent haut.“ In dieser Weise äusserte sich der französische Literaturnobelpreisträger Frédéric Mistral einst.

Ähnliches gilt in übertragenem Sinn auch für einen Läufer im winterlichen Aufbautraining. In den letzten Wochen lag mein Schwerpunkt genau auf dieser Grundsteinlegung im aeroben Bereich, mit dem Ziel, möglichst tiefe Wurzeln zu schlagen. Für fast vier Wochen hielt ich mich darum auf fast 2400 Meter über Meer im kenianischen Hochland auf und hatte dort die Möglichkeit, bei sommerlichen Temperaturen mit den weltweit besten Läufern zu trainieren. Obwohl das Training vor allem anfänglich sehr hart war, war es eine einzigartige Möglichkeit, neue Erfahrungen und Trainingsreize zu machen, beziehungsweise zu setzen. Das Leben in der ‚Stadt‘ Iten war einfach und bestand aus nicht viel mehr als trainieren, erholen, essen und schlafen. Der Ort an sich mauserte sich in den letzten Jahren immer mehr zum Mekka für Läufer aus aller Welt und so kam es, dass man beim Training nur selten alleine unterwegs war. Alles in Allem war es für mich eine vorzügliche Gelegenheit, der heimischen Kälte zu entfliehen und mich in neuer, wenngleich auch äusserst simplen Umgebung auf das Training zu fokussieren.

Bäume zum Zweiten: Am vergangen Sonntag wollte ich meine Form bei den Schweizerischen Cross Meisterschaften unter Beweis stellen. Diese fanden heuer in Näfels statt und die 10km lange Langcrossstrecke der Männer führte über nicht weniger als 50 Baumstämme, die es so gut als möglich zu überspringen galt. Es ging rasant los und der Favorit Philipp Bandi übernahm von Start an das Szepter. Anfänglich hielt ich mich zurück, kam dann aber immer mehr in Fahrt und begann ab 4km zu überholen. Am Ende resultierte für mich in 32 Minuten und 48 Sekunden der 8. Rang in einem hochkarätigen Feld, bei dem sicherlich ein Grossteil der Schweizer Elite am Start stand.

Silvesterlauf Zürich

Da ich leider nicht für die Cross Europameisterschaften selektioniert wurde, bestritt ich das Finale des Post-Cup anlässlich des Zürcher Silvesterlaufs. Nach einem schnellen Start ordnete ich mich in der zweiten Gruppe ein und konnte dort ein regelmässiges Rennen laufen. Nach zwei Runden übernahmen die afrikanischen Läufer die Spitze und das Rennen wurde vorne bedeutend schneller. Ich hielt meine Position so gut als möglich und beendete meinen letzten Wettkmapf in diesem Jahr auf Gesamtplatz 14 und als 6. bester Schweizer. Alles in Allem sicherlich ein erfreulicher Jahresabschluss, auch wenn noch viel Arbeit bleibt, um ganz vorne mithalten zu können.

Cross Tilburg

Leider gelang es mir in Tilburg nicht, mich für die Cross-EM zu empfehlen. Nach einem Sturz in der dritten Runde fand ich den Rhythmus nicht wieder und fiel in der Folge zurück. Dabei fiel es mir sehr schwer positiv zu bleiben. Obwohl ich den Sturz relativ rasch nicht mehr spürte, fand ich nie mehr ins Rennen. Natürlich bin ich enttäuscht darüber; jedoch kann ich aus diesem Erlebnis viel lernen. Die Qualifikation für die EM wäre sehr schön gewesen; es bricht nun aber für mich keine Welt zusammen. Ich bleibe zuversichtlich, denn ich weiss, dass ich in der letzten Zeit grosse Fortschritte im Hinblick auf den nächsten Sommer machen konnte.

Einstieg in die Crosssaison geglückt

Mit einem vierten (i.G. sechsten) Platz bin ich am vergangenen Samstag in Pforzheim in die Crosssaison gestartet. Das Ergebnis stimmt mich zuversichtlich und zeigt, dass ich in den letzten Wochen einige Fortschritte erzielen konnte. Der Wettkampf per se war hervorragend organisiert und auch das Wetter spielte tadellos mit. Nach verhaltenem Start steigerte ich mich von Runde zu Runde und erreichte in einer Zeit von 23.59 die Ziellinie. Auf den Sieger, Philipp Kiptoo Rutto, verlor ich damit 56 Sekunden.

Aus dem Aufbautraining heraus startete ich gestern in Lausanne über 21.1 km an der Schweizermeisterschaft im Halbmarathon. Aufgrund einer zweitägigen Studienexkursion nach Besançon konnte ich mich nicht wie gewohnt auf den Wettkampf vorbereiten; trotzdem versuchte ich das Beste daraus zu machen. Wir starteten langsam und auf den ersten Metern wurde gebummelt, was wahrscheinlich auch durch den doch erheblichen Wind bedingt war. Nach etwa fünf Kilometern wurde dies den afrikanischen Favoriten im Feld zu bunt und sie setzten sich von uns Schweizern ab und bildeten in der Folge eine kleinere Spitzengruppe. Mein Ziel war vordergründig eine gute Klassierung in der SM-Wertung, weshalb ich die Gruppe ziehen liess. Daraus entstammte dann auch der spätere Sieger, der Kenianer Dickson Kirui. Der Kampf um den SM Titel verkam immer mehr zu einem Ausscheidungsrennen und ab Kilometer 15 waren wir noch fünf Schweizer, die sich realistische Chancen auf den Titel ausrechneten. Etwa zwei Kilometer später griff ich ein erstes Mal an und die Gruppe viel auseinander. Leider gelang es mir bis zuletzt nicht Lukas Ebneter abzuschütteln, was zur Folge hatte, dass er auf den letzten Metern wegzog und sich den Titel sicherte. Ich erreichte als zweiter Schweizer und Overall achter das Ziel.

Herbsttraining

Seit geraumer Zeit befinde ich mich wieder im Training und ich bereite mich auf die anstehende Cross-Saison vor. Nachdem ich eine fast zweiwöchige Saisonpause genoss, freute ich mich wieder ausserordentlich auf das Training. Die Freude hält an und von Tag zu Tag sind bereits wieder kleine Fortschritte zu verzeichnen. Im Moment stehen vor allem lange Läufe auf dem Programm, um die aerobe Schwelle zu stärken. Diese finden ab und zu auch in hügeligem Gebiet statt, wie unten abgebildet auf dem Niesen. In diesem Sinne wünsche ich einen goldigen Herbst.

Saisonabschluss in Interlaken

Gestern startete ich in Interlaken im Rahmen des Post-Cup zur achten Jungfraumeile. Dabei handelte es sich um einen exakt 1609m langen Rundkurs auf den Strassen von Interlaken. Es gelang mir ein ansprechendes Resultat in einem Feld, das von Mittelstrecken-Läufern dominiert wurde. So klassierte ich mich im 16. Rang und wurde damit neunt-bester Schweizer; noch vor dem sich im Marathon-Training befindlichen Viktor Röthlin.

Zuvor gelang es mir weder in Aarau noch in Antwerpen (BEL) meine persönliche Bestleistung über 5‘000m zu verbessern. An der Jungfraumeile konnte ich mich demgegenüber jedoch nochmals steigern und damit einen versöhnlichen Saisonabschluss realisieren.